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Die meiste Zeit verbringt das n900 im Standby-Betrieb. Und hier lassen sich auch die größten Einsparungen erzielen. Am meisten bringt mit Abstand der Einsatz der SmartReflex-Technik, die allerdings erst ab KP49 vernünftig funktioniert.
Im Folgenden habe ich alles zusammengetragen um das n900 im Standby-Modus auf Stromsparen zu trimmen.
Lohn der Mühen: ich muss es jetzt nicht mehr täglich sondern nur noch jeden zweiten oder dritten Tag aufladen- als Beweis siehe den Screenshot rechts: die hellblaue Linie zeigt die Ladung an, die dunkelgrünen Spikes die CPU-Aktivität, rot das Netzwerk.
Gegen 5.00h am 15.Dezember wurde das Laden beendet, dann folgt "normale" Nutzung, am Abend des 16. kommts auf dem Chaostreff ganz dicke, am Morgen des 17. fing das n900 dann an zu meckern. Also locker zwei Tage durchgehalten mit heftiger Nutzung am Chaostreff- was will man mehr!
Noch ein Wort zur Messtechnik: Ladestandanzeigen können nie stimmen- der Vergleich zur Zahnpastetube drängt sich auf, da weiß man auch erst nachdem man sie ausgedrückt hat wieviel drin war
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Aber ernsthaft: die Werte die der Batteriechip liefert sind Näherungen. Dies muss man immer im Hinterkopf behalten.
batterygraph ist neben powertop ein Werkzeug, das mir sehr geholfen hat, die Übeltäter zu finden, die mir im Standby die Batterie leersaugen. Allerdings ist es auch ein Teil des Problems, denn durch das Sammeln der Messwerte erzeugt es natürlich seinerseits wieder Wakeups der CPU. Dieser Effekt hält sich zwar in Grenzen, man sollte aber überlegen ob man die Werte noch braucht wenn man mit der Standbyzeit seines n900 zufrieden ist.
Der Autoupdate-Mechanismus von modest setzt aber die Automatische Verbindung / Netzsuche voraus- deshalb müssen wir uns jetzt selber drum kümmern und können nebenbei auch noch frei festlegen, wann upgedatet wird.
Das funktioniert leider nur, wenn der Autoupdate-Modus von modest aktiviert bleibt. Man stellt mit
gconftool-2 -s /apps/modest/update_interval --type int 999999
den Update-Interval von modest auf 999999s = 11,5d (
Mit diesem Script kann man die Aktualisierung von modest über alarmd anstoßen:
#!/bin/sh # Connect to Internet if offline dbus-send --system --type=method_call --dest=com.nokia.icd /com/nokia/icd com.nokia.icd.connect string:"[ANY]" uint32:0 # Give internet connection enough time to come up sleep 30 # Update mail in modest dbus-send --type=method_call --dest=com.nokia.modest /com/nokia/modest com.nokia.modest.SendReceive
Viele Anregungen hierfür stammen von hier.
Mit alarmed kann man nun den alarmd nutzen, um Modest zu bestimmten Zeiten zu aktualisieren. Man kann den Zeitpunkt auch "cron-style" festlegen, der Fantasie sind also keine Grenzen gesetzt. Außerdem spart man sich mit der Nutzung von alarmd extra noch einen crond laufen zu lassen.
Brauche ich wirklich alle Dienste, die so mitlaufen? Ich habe z.B.
shortcutd proximityd openntpd espeaktime bt-hid-scripts
entfernt, weil ich sie einfach nicht brauchte und diese aber Wakeups der CPU erzeugten.
Manche Programm werden nicht ordnungsgemäß beendet und/oder erzeugen Wakeups
frontview ist zwar ganz nett, blieb bei mir aber nach Gebrauch in der Prozessliste und musste per Hand gekillt werden.
xbindkeys in Verbindung mit easy-debian nötig, um bestimmte Tastenkombinationen zu realisieren. Hat aber den Nachteil, dass es Wakeups erzeugt. Ich z.B. starte es jedesmal mit der Anwendung und beende es danach gleich wieder. Beispiel:
#!/bin/sh debbie xbindkeys /opt/kdepimpi/kopi killall xbindkeys